Scheinheilig

Die Lottoumsätze befinden sich seit Inkraft­treten des Glücks­spiel­staats­ver­trags (GlüStV) auf Talfahrt. Und das, obwohl die Gesell­schaf­ten des Deut­schen Lotto- und Toto­blocks (DLTB) unter Miss­ach­tung des GlüStV ihre Wer­be­aus­gaben auf 51 Millionen Euro noch­mals auf­ge­stockt haben. Hin­zu kom­men noch er­heb­liche Ausgaben ins­be­son­dere für die Jack­pot­wer­bung in den Lotto-Annahmestellen.

Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit des Glücks­spiel­staats­ver­trags hat dazu ge­führt, dass die Länder am 8. Sep­tem­ber 2010 den so ge­nann­ten „Scheinheiligkeitstest“ beim Europäischen Gerichts­hof (EuGH) ver­loren haben.

Machen Sie selbst den Scheinheiligkeitstest. Und stellen Sie selbst fest, ob oder wie weit An­spruch und Wirk­lich­keit aus­ein­an­der­klaf­fen, wenn es um die Aus­sagen der staat­lichen Lotto­gesell­schaften geht. Hier geht’s zum Test

Verboten

Die oberste Glücksspielaufsichtsbehörde der Län­der hat die staat­lichen Lotto­gesell­schaf­ten mit ei­nem Schreiben vom 29.09.2010 un­miss­ver­ständ­lich auf­ge­for­dert, als Kon­se­quenz auf die EuGH Ur­tei­le vom 08.09.2010 ihre Image­wer­bung ein­zu­stel­len sowie Wer­bung, die darauf ab­zielt, zu ak­ti­ver Teil­nah­me am Spiel an­zu­re­gen, etwa in­dem das Spiel ver­harm­lost wird oder in­dem die An­zie­hungs­kraft des Spiels durch zug­kräf­ti­ge Wer­be­bot­schaf­ten er­höht wird, die be­deu­ten­de Gewinne vor­spie­geln. Den­noch wer­ben die staat­lichen Lotto­gesell­schaf­ten schein­hei­lig mun­ter wei­ter. Wie und wo er­fah­ren Sie hier.

Ausfüllen eines Lotto-Scheines

Der Lotto Pranger

Der GlüStV regelt die Wer­bung und den Ver­trieb von Glücks­spie­len. Doch wie kon­se­quent ver­fol­gen die staat­lichen Lotto­gesell­schaf­ten ei­gent­lich diese Regeln? Lesen Sie hier.

Bayernlos. Hemmungslos.

Auf dem Münchener Oktoberfest ver­zockt ein ganz offen­sicht­lich spiel­süch­tiger, ver­schu­lde­ter und be­trun­kener Mann meh­rere hun­dert Euro in einer offi­ziellen Lotto-An­nah­me­stelle. Mit ver­steckter Kamera ge­filmt, wird die Doppel­moral der Spiel­sucht­präven­tion ent­larvt.

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