Urteile - Eine Übersicht

Gerichtliche Entscheidungen zu Verstößen gegen den
GlüStV durch staatliche Lottogesellschaften

Die Entscheidungen sind systematisch nach Themen und innerhalb dieser Themengebiete chronologisch sortiert, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Teilweise sind die aufgeführten Entscheidungen im Instanzenzug aufgehoben worden, i.W. wegen des Vorwurfs des Rechtsmissbrauchs gegen den klagenden GIG e.V., nur in Einzelfällen aus materiellen Gründen. Eine abschließende Klärung der Aktivlegitimation und der Frage des Rechtsmissbrauches durch den BGH steht aus.

I. Jackpotwerbung

  1. OLG München, Beschluss vom 22.04.2008 - 29 W 1211/08 - Jackpot-Werbung Grund: Verbotene Jackpotwerbung in Zeitungsanzeigen auf Aufstellern und im Kundenmagazin „Spiel mit“
    Bestätigt im Hauptsacheverfahren durch LG München, Urteil vom 06.11.2008 - 4 HKO 11315/08 -; Ordnungsgeldbeschluss LG München I vom 04.02.2010 - 4 HKO 11315/08 -, bestätigt durch OLG München,
    Beschluss vom 27.04.2010 - 29 W 1209/10
  2. LG Frankfurt a.M., Beschluss vom 19.06.2008 - 2-06 O 346/08 -
    Grund: Verbotene Anreizwerbung durch Jackpotaufsteller vor Annahmestelle
  3. OLG München, Urteil vom 31.07.2008 - 29 U 2786/08 -
    Grund: Verbotene Anreizwerbung durch den Jackpotaufsteller
  4. OLG München, Urteil vom 31.07.2008 - 29 U 3580/07 -
    Grund: Verbotene Jackpotwerbung
  5. LG Oldenburg, Urteil vom 01.10.2008 - 12 O 2350/08 -
    Grund: Anreizende Jackpotwerbung
  6. LG München I, Urteil vom 11.11.2008 - 33 O 12503/07 -
    Grund: Verbotene Anreizwerbung durch Jackpotaufsteller
  7. LG Koblenz, Urteil vom 23.12.2008 - 4 HKO 133/08 -
    Grund: Verbotene Anreizwerbung durch Jackpotaufsteller
  8. LG Berlin, Urteil vom 11.02.2009 - 97 O 116/08 -
    Grund: Verbotene Anreizwerbung durch Jackpotaufsteller
  9. KG, Urteil vom 30.03.2009 - 24 U 145/08 -
    Grund: Verbotene Anreizwerbung durch Jackpotaufsteller
  10. OLG Koblenz, Urteil vom 06.05.2009 - 9 U 117/09 -
    Grund: Jackpotwerbung ohne Aufklärung über Gewinn-/Verlustrisiko
  11. LG München I, Beschluss vom 08.05.2009 - 33 O 8501/09 -
    Grund: Jackpotwerbung ohne Aufklärung über Gewinn-/Verlustrisiko
  12. LG Münster, Urteil vom 02.10.2009 - 022 O 33/09 -
    Grund: Verbotene Anreizwerbung durch Jackpotaufsteller
    Bestätigt durch OLG Hamm, Urteil vom 29.04.2010 - I-4 U 198/09
  13. LG Oldenburg, Urteil vom 25.08.2010 - 5 O 927/08 -
    Grund: Verbotene Anreizwerbung durch Jackpotaufsteller
  14. BGH, Urteil vom 16.12.2010 - I ZR 149/10 -
    Grund: Verbotene Jackpot-Anreizwerbung

II.Internetwerbung

  1. LG München I, Urteil vom 14.05.2008 - 33 O 3531/08 -
    Grund: Internetbewerbung von Internetlotto
  2. LG Oldenburg, Beschluss vom 07.07.2008 - 5 O 1681/08 -
    Grund: Internetanreizwerbung für Glücksspirale und Lotto-Jackpot
  3. OLG München, Urteil vom 31.07.2008 - 29 U 2786/08 -
    Grund: Internetwerbung für Jackpot
  4. OLG München, Urteil vom 31.07.2008 - 29 U 3580/07 -
    Grund: Internetwerbung
  5. OLG Koblenz, Beschluss vom 16.10.2008 - 4 W 529/08 -
    Grund: Verbotswidrige Werbung im Internet für Lottojackpot
  6. LG München I, Urteil vom 11.11.2008 - 33 O 12503/07 -
    Grund: Verbotswidrige Internetwerbung
  7. LG Saarbrücken, Beschluss vom 18.02.2009 - 7 KfH O 18/09 -
    Grund: Verbotswidrige Internetwerbung
  8. KG, Urteil vom 30.03.2009 - 24 U 145/08 -
    Grund: Verbotswidrige Internetwerbung
  9. LG Hamburg, Beschluss vom 03.04.2009 - 416 O 59/09 -
    Grund: Internetwerbung für „Lotto-Lotsin“
  10. LG Kiel, Beschluss vom 08.04.2009 - 16 O 40/09 -
    Grund: Internetauftritt von Lotto Schleswig-Holstein als unzulässige Internetwerbung
  11. LG München I, Beschluss vom 08.04.2009 - 33 O 6492/09 -
    Grund: Internetwerbung für „Glückspäckchen im Osternest“
    Im Hauptsacheverfahren bestätigt durch LG München I, Urteil vom 25.02.2010 - 4 HKO 13833/09
  12. LG Oldenburg, Beschluss vom 07.07.2009 - 5 O 1681/08 -
    Grund: Internetanreizwerbung für Glückspirale und Lotto-Jackpot
  13. LG Stuttgart, Urteil vom 28.07.2009 - 17 O 190/09 -
    Grund: Internetwerbung für Rubbellose „Goldene 7“ und „BlackJack“
  14. LG Bremen, Urteil vom 27.08.2009 - 12 O 185/09 -
    Grund: Internetwerbung für „Mercedes-Sonderverlosung“
    Im Hauptsacheverfahren bestätigt durch LG Bremen, Urteil vom 17.06.2010 - 12 O 454/09
  15. OLG Frankfurt, Urteil vom 05.11.2009 - 6 U 133/09 -
    Grund: Internetwerbung für „Lotto MusikDing“
  16. LG Magdeburg, Urteil vom 06.11.2009 - 36 O 88/09 -
    Grund: Internetwerbung für Glücksspirale
  17. LG Potsdam, Urteil vom 13.11.2009 - 52 O 115/08 -
    Grund: Verbotswidrige Internetwerbung
  18. OLG Frankfurt, Urteil vom 04.03.2010 - 6 U 171/09 -
    Grund: Verbotswidrige Internetwerbung für das Rubbellos „Goldene 7“
  19. LG Potsdam, Urteil vom 11.03.2010 -51O 65/09
    Grund: Verbotswidrige Internetwerbung „L_Dorado“
  20. LG Oldenburg, Urteil vom 25.08.2010 - 5 O 927/08 -
    Grund: Verbotene Internetwerbung der Toto-Lotto Niedersachsen GmbH
  21. OLG Schleswig, Urteil vom 14.12.2010 - 6 U 14/09
    Grund: Verbot der Internetwerbung von Lotto Schleswig-Holstein

III.Sonderverlosungen und deren Bewerbung

  1. OLG München, Urteil vom 21.02.2008 - 29 U 3812/07 -
    Grund: Verbotener aleatorischer Anreiz zum Glücksspiel durch Auslobung von „3000 WM-Tickets“
  2. LG Frankfurt a.M., Beschluss vom 02.06.2008 - 2-06 O 299/08 -
    Grund: Verbotswidrige Werbung für „Lotto SuperDing“
  3. LG Oldenburg, Beschluss vom 07.07.2008 - 5 O 1681/08 -
    Grund: Verbotene Anreizwerbung für „Lotto SuperDing“
    Bestätigt durch LG Oldenburg, Urteil vom 01.01.2008
  4. LG Stuttgart, Beschluss vom 05.05.2009 - 17 O 184/09 -
    Grund: Bewerbung des „Lotto SuperDing“
  5. LG Wiesbaden, Urteil vom 25.05.2009 - 13 O 52/09 -
    Grund: Bewerbung des „Lotto MusikDing“
  6. LG Bremen, Beschluss vom 27.05.2009 - 12 O 185/09 -
    Grund: Anreizwerbung für „Mercedes-Sonderverlosung“
    Bestätigt durch Urteil vom 27.08.2009 und Urteil vom 17.06.2010 - 12 O 454/09
  7. LG München I, Urteil vom 10.06.2009 - 33 O 4084/09 -
    Grund: Anreizwerbung für KENO-Sonderverlosung
    Bestätigt im Hauptsacheverfahren durch Urteil vom 19.04.2010 - 11 HKO 19856/09
  8. LG Brandenburg, Beschluss vom 24.06.2009 - 51 O 29/09 -
    Grund: Anreizwerbung für KENO-Sonderverlosung

IV. Verstöße gegen Minderjährigenschutz

  1. LG Koblenz, Urteil vom 23.12.2008, 4 HKO 133/08 -
    Grund: Verstoß gegen Teilnahmeverbot von Minderjährigen
  2. LG Wiesbaden, Beschluss vom 24.04.2009 - 12 O 42/09 -
    Grund: Verstoß gegen Teilnahmeverbot von Minderjährigen
    Bestätigt durch Urteil vom 14.10.2009
  3. LG Koblenz, Beschluss vom 27.04.2009 - 4 HKO 74/09 -
    Grund: Verstoß gegen Teilnahmeverbot von Minderjährigen
    Bestätigt im Hauptsacheverfahren durch OLG Koblenz Urteil vom 01.12.2010 - 9 U 258/10 -
  4. LG Potsdam, Beschluss vom 27.04.2009 - 51 O 54/09 -
    Grund: Verstoß gegen Teilnahmeverbot von Minderjährigen
    Bestätigt durch Urteil vom 17.12.2009
  5. LG München I, Beschluss vom 27.04.2009 - 33 O 7561/09 -
    Grund: Verstoß gegen Teilnahmeverbot von Minderjährigen
    Bestätigt durch Urteil vom 25.02.2010 - 4 HKO 13834/09
  6. LG Münster, Beschluss vom 27.04.2009 - 22 O 70/09 -
    Grund: Verstoß gegen Teilnahmeverbot von Minderjährigen
  7. LG Berlin, Beschluss vom 11.05.2009 - 97 O 85/09 -
    Grund: Verstoß gegen Teilnahmeverbot von Minderjährigen
  8. LG Hamburg, Beschluss vom 18.05.2009 - 406 O 91/06 -
    Grund: Verstoß gegen Teilnahmeverbot von Minderjährigen
  9. OLG Schleswig, Urteil vom 30.07.2010 - 6 U 28/09 -
    Grund: Verstoß gegen Teilnahmeverbot von Minderjährigen
  10. LG München I, Urteil vom 23.12.2010 - 17 HKO 2864/09 -
    Grund: Verstoß gegen Teilnahmeverbot von Minderjährigen

V. Festtagswerbung

  1. LG Kiel, Beschluss vom 08.04.2009 - 16 O 40/09 -
    Grund: „Osterschein“ als Zeitungsbeilagen
    Nach zwischenzeitlicher Aufhebung durch Urteil vom 26.05.2009 erneuter Erlass der einstweiligen Verfügung
    durch OLG Schleswig, Urteil vom 14.12.2010 - 6 U 14/09
  2. LG Berlin, Urteil vom 05.05.2009 - 103 O 56/09 -
    Grund: „Osterkörbchen“ als unsachliche Anreizwerbung

VI. Spezielle Werbeformen

  1. LG Karlsruhe, Beschluss vom 01.08.2008 - 13 O 99/08 -
    Grund: Unsachliche Werbung „Hier gewonnen“
  2. LG Stuttgart, Urteil vom 04.09.2008 - 17 O 437/08 -
    Grund: Unsachliche Anreizwerbung „Hier gewonnen“
  3. OLG Oldenburg, Urteil vom 18.09.2008 - 1 W 66/08 -
    Grund: Verbotswidrige Anreizwerbung „Denken Sie bei Ihren Reisevorbereitungen daran, vor dem Urlaub Lotto zu spielen“
  4. LG Berlin, Urteil vom 07.11.2008 - 103 O 182/08 -
    Grund: Unsachliche Anreizwerbung „Hier gewonnen“
  5. LG Koblenz, Urteil vom 23.12.2008 - 4 HKO 133/08 -
    Grund: Unsachliche Anreizwerbung „Hier gewonnen“
  6. LG Berlin, Urteil vom 03.03.2009 - 102 O 273/08 -
    Grund: Unsachliche Werbung „Lottotrainer“
  7. KG, Urteil vom 30.03.2009 - 24 U 168/08 -
    Grund: Unsachliche Werbung für „Horoskopspielscheine für Lotto“
  8. OLG München, Urteil vom 30.04.2009 - 29 U 5351/08 -
    Grund: Anreizwerbung für Casinobesuch
  9. LG Koblenz, Urteil vom 26.06.2009 - 4 HKO 78/09
    Grund: Anreizwerbung für „Goldene 7“
    Bestätigt durch OLG Koblenz, Urteil vom 04.11.2009 - 9 U 889/09 -
  10. LG Wiesbaden, Urteil vom 27.07.2009 - 11 O 29/09 -
    Grund: Anreizwerbung für „Goldene 7“
  11. LG Stuttgart, Urteil vom 28.07.2009 - 17 O 190/09 -
    Grund: Anreizwerbung für Rubbellose

VII.Gemeinwohlwerbung

EuGH, Urteil vom 08.09.2010) - Verbundene Rechtssachen C 316/07, C 358/07 bis 360/07,
C 409/07 und C 410/07 -, Abl. C 288/07 vom 23.10.2007, Rd. 103:

„Wie der Generalanwalt jedoch in Nr. 61 seiner Schlussanträge weiter dargelegt hat, kommt es insoweit darauf an, dass die vom Inhaber eines staatlichen Monopols eventuell durchgeführte Werbung maßvoll und strikt auf das begrenzt bleibt, was erforderlich ist, um die Verbraucher zu den genehmigten Spielnetzwerken zu lenken. Hingegen darf eine solche Werbung insbesondere nicht darauf abzielen, den natürlichen Spieltrieb der Verbraucher dadurch zu fördern, dass sie zu aktiver Teilnahme am Spiel angeregt werden, etwa indem das Spiel verharmlost oder ihm ein positives Image verliehen wird, das daran anknüpft, dass die Einnahmen für Aktivitäten im Allgemeininteresse verwendet werden, oder indem die Anziehungskraft des Spiels durch zugkräftige Werbebotschaften erhöht wird, die bedeutende Gewinne verführerisch in Aussicht stellen.“

VIII. Sonstiges

  1. LG München I, Beschluss vom 08.05.2009 - 33 O 8501/09 -
    Grund: Werbung mit falschen Jackpotangabe
  2. LG München I, Urteil vom 23.12.2010 - 17 HKO 2564/09 -
    Grund: Teilnahme an öffentlichen Glücksspielen ohne Abgleich mit der Sperrdatei

 

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